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Der Rohbau der neuen Entbindungs- Krankenstation.

Die neue Entbindungs- und Krankenstation in Aouda

Das aktuellste größere Projekt ist zurzeit der Neubau der Kranken- und  Entbindungs-Station in Aouda.
Dazu sollte man zum Gesundheitswesen in Togo Folgendes wissen: Das Gesundheitswesen in Togo ist nicht mit europäischen Maßstäben zu betrachten. Es gibt zwar eine staatlich organisierte Versorgung, diese funktioniert aber, insbesondere auf den Dörfern, kaum.
In großen Abständen zueinander gibt es  auf dem Land zwar Krankenstationen, in denen ein Sanitäter versucht, den Menschen zu helfen. Da es dort aber kaum Medikamente und Verbandsmaterial gibt,  gehen viele Menschen zunächst zum traditionellen Heiler.  Dieser versucht  mit  Heilkräutern oder auch manchmal mit Voodoozauber  Krankheiten zu heilen.  Erst wenn das nicht hilft, bringen die Angehörigen den Kranken in die Krankenstation nach Aouda oder Adjengré.  Hier gibt es einen medizinisch ausgebildeten Krankenpfleger und Personal. Die notwendigsten Medikamente stehen hier normalerweise zur Verfügung. Die Krankenstation  ist aber aus Kostengründen nicht an eine Strom-  oder Wasserversorgung angeschlossen.  Einige wenige Medikamente werden zwar kostenlos abgegeben, die Behandlung selbst und das Verbandsmaterial müssen jedoch bezahlt werden. Eine Entbindung in Aouda kostet zum Beispiel ca.  fünf Euro, eine Untersuchung ca. 0,50  €  und ein Verband 0,75 €.  Selbst das ist für viele Familien kaum bezahlbar.

Das nächste Krankenhaus gibt es im weit entfernten Sotouboua, wo ein Allgemeinmediziner und ein Chirurg  versuchen vielen Hunderten von Menschen zu helfen.  Bei unserem Besuch 2013 konnten  wir die katastrophalen Zustände in diesem Krankenhaus kaum ertragen.  Das Krankenhaus wird in Zusammenarbeit mit dem „ Deutschen Aussätzigen Hilfswerk“ ( DAHW )  mit einem pauschalen Betrag von uns unterstützt. 
Schon seit vielen Jahren wird die Entbindungs-  und Krankenstation in Aouda  bei jeder Reise besucht und mit kleineren Beträgen gefördert. Wir konnten immer wieder sehen, wie sich im Laufe der Zeit die Zustände verschlechterten.
In dieser Entbindungsstation, die sich baulich und hygienisch in einem katastrophalen Zustand befindet,  kommen monatlich etwa 40-45 Kinder unter einfachsten Bedingungen zur Welt.  Hinzu kommen viele Vorsorgeuntersuchungen schwangerer Frauen, Behandlungen von  kranken Kindern und  die stationäre und ambulante Behandlung der Menschen aus den umliegenden Dörfern. Medizinische Komplikationen können in dieser Station kaum behandelt werden. Dass hier etwas passieren musste, war uns immer klar.
Eine von uns vorgeschlagene Renovierung der derzeitigen Station scheiterte an unklaren Grundstücksbesitzverhältnissen. Häuptling Badabuo hatte deshalb den Plan, zunächst nur die Entbindungsstation neu zu bauen. Nach den ersten Kostenvoranschlägen 2008 für den Neubau konnten wir unsere  Zusage zur Unterstützung geben. Je nach Baufortschritt wurden dann nach und nach etwa 30.000 € für den Bau ausgezahlt.
Im Frühjahr 2013 konnten wir  endlich den Rohbau mit fertigem Dach besichtigen.  Nach intensiver Recherche vor Ort und Besprechung mit den Verantwortlichen  wurde uns  schnell klar, dass die Baukosten bis zur Fertigstellung  doch deutlich über dem vorliegenden Plan liegen würden. Man hatte inzwischen beschlossen, das Gebäude doch um die Krankenstation zu vergrößern. Die Kostenvoranschläge waren zudem nicht genau genug.   Die endgültige Kostenplanung bis zur Fertigstellung einschließlich Elektro- und Sanitärinstallation beträgt derzeit  55.000 €. Es tröstet zwar nicht, aber ähnliche Budgetüberschreitungen  in anderen Größenordnungen soll es auch bei uns auch geben.
Bis zur Fertigstellung wird die  neue Entbindungs- und Krankenstation 56.000 € gekostet haben.

Da diese Station für die Menschen in der Region Aouda  äußerst wichtig ist, hat dieses Projekt für uns höchste Priorität trotz der Kostensteigerung. Durch viele Einzelspenden für dieses Projekt, durch das hervorragende Ergebnis auf dem diesjährigen Christkindlmarkt und durch erhoffte weitere Spenden gehen wir davon aus, dass wir die Entbindungsstation in diesem Jahr öffnen können. 

Den Projektfortschritt werden wir an dieser Stelle zeigen.