Togo-Förderverein
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Unsere Projekte

Der Togo-Förderverein Rheda-Wiedenbrück ist noch jung, er wurde erst am 18. Juni 2001 gegründet. Die Aktivi-
täten zugunsten von Togo sind jedoch beträchtlich.

In 9 Jahren von Anfang 2001 bis Ende 2009 sind von dem Verein insgesamt 309.702,17 Euro für Entwicklungshilfe in
Togo aufgewendet worden. In diesem Gesamtbetrag ist die städtische Hilfe von jährlich rd. 5.200 Euro enthalten.

Die Finanzmittel stammen im wesentlichen aus Spenden sowie aus Erlösen durch den jährlichen Losverkauf auf dem Christkindl-Markt in Wiedenbrück.

Die Sachkosten des Vereins waren in allen Jahren sehr gering. Ziel des Vereins bleibt es, die Einnahmen möglichst
zu 100 % für Entwicklungshilfe in Togo zu verwenden.

Die Finanzmittel wurden bislang von Mitgliedern des Fördervereins persönlich nach Togo, insbesondere in die Cantone
Aouda und Adjengré gebracht. Die Reisen wurden ausschließlich privat ohne Inanspruchnahme der Vereinsein-
nahmen finanziert. Seit Ende 2004 können die Fördermittel gebührenfrei nach Togo überwiesen werden. Die Gelder
kommen zu 100 Prozent dort an.

In den vergangenen 9 Jahren wurden in den beiden Kantonen im wesentlichen folgende Projekte verwirklicht:

  • 38 Brunnen zur Wasserversorgung
  • 1 Zisterne für Gemüseanbau
  • 1 Pumpstation für Gemüseanbau
  • Errichtung von 2 Nähereien als Ausbildungszentren mit Ausstattung
    von Nähmaschinen – alle 2 Jahre Finanzmittel für neue Nähmaschinen sowie für Reparatur der Geräte
  • Errichtung einer Tischlerei als Ausbildungszentrum mit Ausstattung von Werkzeugen und einem
    Generator sowie Fachausbildung für den Werkstattleiter
  • Neubau von 3 Brücken
  • Instandsetzung von 2 Brücken
  • Schaffung einer Verbindungsstraße zu den Dörfern
  • Instandsetzung von Schulen
  • Instandsetzung eines Sportplatzes in Adjengré
  • Renovierung einer Kirche in Aouda mit Anschaffung eines Generators
  • Einrichtung eines Bürgerhauses in Aouda
  • Generalrenovierung eines großen Kirchenzentrums in Lomé mit Hilfe von Missio Aachen
  • Verbesserung der Krankenstationen in beiden Kantonen
  • Ausstattung der „sogenannten“ Apotheken mit mitgebrachten Medikamenten
  • Unterstützung zur Eindämmung der Lepra-Erkrankungen
  • Unterstützung zur Eindämmung der Buruli-Erkrankungen
  • Unterstützung des Waisenhauses in Adjengré
  • Lfd. Finanzmittel für die Aufnahme von 15 Waisenkindern
  • Partnerschaft zu der Realschule in Aouda (ständige Ausstattung mit Schulmitteln)
  • Errichtung eines neuen Gymnasiums in Adjengré – 6 Klassen
  • Partnerschaft zum Gymnasium in Adjengré (Ausstattung mit Schulmitteln)
  • Neubau einer Entbindungsstation in Aouda
  • Renovierung und Reaktivierung des landwirtschaftlichen Zentrums in beiden Kantonen
  • Förderung der Frauenbewegung in beiden Kantonen – Ausstattung zur Vergabe von Kleinstkrediten
    zum Aufbau eines kleinen Gewerbes
  • Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit in beiden Kantonen (Aids-Erkrankungen)
  • Unterstützung des Lepradorfes bei Atakpame


Im Rahmen derTogoreise im Oktober 2003 wurden völlig neue Weichen für die Förderstrukturen aus Rheda-Wieden-
brück gestellt.

Nicht mehr die Häuptlinge allein, sondern ein durch die Dorfältesten bestimmtes Entscheidungsgremium von 6 Per-
sonen wird künftig die Förderprojekte auswählen und vorschlagen. Die vom Togo-Förderverein übergebenen Gelder
werden für diese ausgewählten Projekte nach eigener Priorität eingesetzt. Zwei Herren aus den Cantonen - Herr
Adeloume und Herr Yovo Kossivi - werden die Projekte begleiten und dem Togo-Förderverein halbjährlich über die Ab-
wicklung berichten. Die Fördergelder werden einem gezielten Konto überwiesen. Hierüber wird durch Kontennach-
weise auch Rechenschaft abgelegt. Über die Konten können nur 3 Personen gemeinsam verfügen.

Die neuen Strukturen sollen insbesondere dazu dienen, unter Mithilfe der Bevölkerung Projekte zu verwirklichen, die ausschießlich der Gesamtbevölkerung zugute kommen. Das Verfahren stärkt auch die Hilfe zur Selbsthilfe in den Kan-
tonen. Dieser neue Weg, der in einer Diktatur nicht alltäglich ist, wird von den Häuptlingen ausdrücklich begrüßt. Er soll
nach deren Bekundungen die guten partnerschaftlichen Beziehungen weiter stärken.

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